Debüt, Comeback, Heimsieg – Griffins gewinnen intensives Spiel gegen Uni München mit 7:2

Nach einer längeren Zwangspause aufgrund von Spielverschiebungen und –absagen ging es für die Griffins am Dienstag endlich wieder mit dem Spielbetrieb weiter. Auf dem Programm stand das kurzfristig anberaumte Nachholspiel gegen die Uni München. In einem hart umkämpften und intensiven Spiel setzten sich die Griffins mit 7:2 gegen die Studenten durch. Trotz des hohen Ergebnisses folgte die Entscheidung erst im Schlussabschnitt. Die Gäste der Uni präsentierten sich über die gesamte Partie trotz des knappen 10+1 Kaders engagiert, kämpferisch und hochmotiviert. Auf Seiten der Griffins trat man mit einem breiten Kader von 15 Feldspielern vor Goalie #71 Christoph Burzelener an. Nach überstandener Verletzungspause feierte der letztjährige Topscorer #19 David Coldwell sein MEL1-Comeback. Verteidiger #77 Nico Zapletal durfte nun auch endlich sein lang ersehntes MEL-Debüt feiern.

In Bayern gilt weiterhin ein Zuschauerverbot für Großveranstaltungen. Dementsprechend erfolgte das Nachholspiel ohne den sonst üblichen hohen Zuschauerandrang. Doch auch trotz der Beschränkungen mussten Betreuer und verletzte Mitspieler natürlich nicht zu Hause bleiben. Das Management der Griffins entschied sich im Vorfeld der Partie bewusst gegen die sicheren Punkte am grünen Tisch und für den sportlichen Wettkampf. Dementsprechend motiviert gingen beide Mannschaften die Partie an. Die Gäste der Hochschule präsentierten sich ungeachtet der numerischen Unterlegenheit von Beginn an druckvoll. Bereits in den ersten Minuten erlangten sie erste Torchancen (1./3.), jedoch ohne ernsthafte Gefahr für Goalie #71 Christoph Burzelener. Auf der Gegenseite prüften zunächst #6 Dominik Lenz (2.) und #98 Andreas Aichner (3.) den Keeper der Gäste. In einer ersten Druckphase setzen sich die Griffins im Drittel der Uni fest. Vorbei an der engen Defensivbox der Gäste läuft der Puck über #19 David Coldwell und #18 Kai Bansemir an die Blaue Linie zu Verteidiger #24 Ben Achcenich. Der Verteidiger zieht aus hoch stehender Position ab und trifft über den Schläger eines Uni-Verteidigers unhaltbar zur frühen Führung ins Tor (5.). Der vielumjubelte Führungstreffer gab den Hausherren in den folgenden Minuten mehr Sicherheit. Die nächste Gelegenheit bot sich für #79 Ferdinand Lindmayer, nach Zuspiel von #44 Ludwig Eichinger (7.). Die Uni zeigte sich vom frühen Rückstand wiederum unbeeindruckt. In der Folge erlangten die Studenten die ersten gefährlichen Torchancen des Spiels. #71 Christoph Burzelener im Tor der Griffins jedoch beide Male erstklassig auf dem Posten (8./10.). Nach einer vielversprechenden Offensivaktion brachten die Griffins den Puck nicht im gegnerischen Tor unter. Die Uni konterte ihrerseits mit schnellem Spiel nach vorne und profitierte von einem Wechselfehler der Griffins. Über die rechte Defensivseite der Griffins brachten die Gäste den Puck vors Tor. T. Tymko scheiterte zunächst an #71 Christoph Burzelener, Sturmpartner J. Miller brachte jedoch den entstandenen Rebound aus kurzer Distanz im Tor unter. Eine Verkettung kleinerer Fehler nutzten die Studis mustergültig aus und gelangten zum nicht unverdienten 1:1 Ausgleich (12.). Es blieb beim munteren Schlagabtausch der beiden Mannschaften. Auf Seiten der Griffins versuchte man natürlich schnell eine Antwort zu liefern. Neben #19 David Coldwell aus der Distanz (13.), versuchte es kurz darauf Stürmer #9 Fabian Uhlig nach einer starken Einzelaktion (15.). Die taktisch disziplinierte Einstellung der Uni stellte die Griffins vor eine gehörige Aufgabe. Zusätzlich dazu sorgten die schnellen Vorstöße der Gäste laufend für Gefahr. Nach einem Puckverlust im Aufbauspiel gelangte ein Uni-Stürmer in Puckbesitz und konnte fast unbedrängt im linken Bullykreis abziehen. Goalie #71 Christoph Burzelener parierte mit Bravour – inklusive Nachschuss (19.). Offensiv setzte sich Center #6 Dominik Lenz sehenswert durch, seinen Alleingang konnte er per Rückhand jedoch knapp nicht im Tor unterbringen (20.). Im temporeichen ersten Abschnitt mangelte es keineswegs an aussichtsreichen Torchancen für beide Teams. Wenig später die erste Strafzeit der Partie, A. Leinweber der Uni wurde für 2 Minuten wg. Hakens des Eises verwiesen (24.). Nach Bullygewinn der Griffins setzte man sich direkt im Drittel der Uni fest. Das gute Kombinationsspiel der Offensive um Torjäger #69 Felix Fleissner, #18 Kai Bansemir und #19 David Coldwell eröffnete gute Möglichkeiten. Vor allem die Distanzschüsse der Verteidiger #12 Julian Jaser und #24 Ben Achcenich sorgten für mächtig Gefahr, konnten den teilweise leicht unkonventionellen, aber starken Uni Goalie jedoch nicht bezwingen (24./25.). Mit einer knappen Minute Restzeit in Überzahl, aber ohne Treffer, schickte der souveräne Referee P. Fröse beide Teams in die erste Drittelpause.

Die Marschroute für den zweiten Abschnitt war klar: Offensiv weiter Druck abbauen und defensiv weniger zulassen. Leichter gesagt als getan, denn auch die Uni hatte sich für den zweiten Abschnitt offensichtlich einiges vorgenommen. Es blieb weiter ein offenes und attraktives Eishockeyspiel. Nach starkem Puckgewinn in der Defensive eröffnen die Griffins über Torjäger #69 Felix Fleissner, der schickt #19 David Coldwell mit einem starken Pass durch die neutrale Zone. Der Topscorer der Vorsaison, der ein starkes Comeback ablieferte, nahm den Puck im Tempo mit und zog direkt ins Offensivdrittel. Dort spielte er gleich zwei Verteidiger auf der Fläche einer Telefonzelle aus, ging allein weiter zum Tor und verwandelte mustergültig zum 2:1 Führungstreffer (31.). Gelöste Stimmung auf der Bank der Hausherren. Am Spielverlauf änderte das Tor jedoch wenig. Weiterhin gute Chancen für beide Teams. Nach schnellem Aufbauspiel entwickeln die Gäste mächtig Druck aufs Tor der Hausherren. Goalie #71 Christoph Burzelener pariert gleich mehrere gefährliche Torversuche der Uni (33./34.) mit vereinten Kräften und körperlicher Präsenz klärt das Verteidiger Duo #77 Nico Zapletal und #11 Maximilian Hauner die Scheibe letztlich aus der Gefahrenzone (35.). Wenig später nun auch die erste Strafzeit für die Griffins. #19 David Coldwell erhält 2 Minuten für Beinstellen (36.). Im anschließenden Überzahlspiel gelingt der Uni der erneute Ausgleich. Nachdem die Griffins den Puck zunächst klären können gelangen die Gäste in der neutralen Zone erneut in Puckbesitz. Uni Stürmer N. Hartlieb schießt bedrängt aus der Distanz aufs Tor. Nachdem Goalie #71 Christoph Burzelener die Sicht genommen wurde schlug der Puck halbhoch rechts im Tor ein (37.). Die Führung der Griffins abermals egalisiert, erneut startet die Partie quasi von null. Stürmer #98 Andreas Aichner wird in der Folge kurz vor dem Torabschluss geblockt (38.). Danach versucht es Torjäger #69 Felix Fleissner aus kurzer Distanz nach Zuspiel von #18 Kai Bansemir – ebenfalls erfolglos (40.). Auf der anderen Seite ist ebenfalls die Uni offensiv präsent. Nach einer längeren Druckphase geriet die Defensive der Griffins gehörig unter Druck. Neben Goalie #71 Christoph Burzelener blockte ebenfalls Stürmer #61 Andreas Köster, wenngleich etwas fernab der eigentlichen Position, den Puck gleich mehrmals vor dem eigenen Tor (44.). Nach einem stark vorgetragenen Angriff der Uni lief der Gästestürmer im eins gegen eins aufs Tor der Griffins. Verteidiger #28 Klaus Mayer ließ sich jedoch keineswegs davon beeindrucken. Mit perfektem Timing fängt er den Angreifer ab und befördert ihn – absolut fair – mit einem Hit zu Boden, den man in München für gewöhnlich nur alle 3 Jahre im Rahmen der Bauma zu sehen bekommt, wenn die neuen Abrissbirnen präsentiert werden (45.). Nur wenig später war es Verteidiger #16 Michael Jaser, der ebenfalls mit bestem Körperspiel die Gäste vom erneuten Ausgleich abhielt (48.). In den nächsten Minuten zeigte Verteidiger #77 Nico Zapletal wie sehr er seinem Punktspieldebüt entgegengefiebert hatte. Wieder die Griffins in der Offensive. Die Stürmer #6 Dominik Lenz und #98 Andreas Aichner können den Puck im Drittel der Gäste festmachen. Nach Rückpass auf Verteidiger #11 Maximilian Hauner, legt dieser überlegt quer auf Verteidigungspartner #77 Nico Zapletal. Der Verteidiger zieht per Schlagschuss ab und trifft, nachdem Stürmer #61 Andreas Köster dem Goalie der Uni vor dem Tor die Sicht genommen hatte. Der Versuch des Griffins Verteidigers findet den Weg flach durch die Hosenträger ins Tor (49.). Bereits zum Drittel mal gehen die Griffins in der hart umkämpften Partie in Führung. Wenig später geht es in die zweite Unterbrechung.

Beide Teams scheuten weder Aufwand noch Einsatz. Zu Beginn des letzten Drittels konnten die Griffins nun etwas mehr Dominanz entwickeln. Center #79 Ferdinand Lindmayer mit einem starken Abschluss zu Beginn des letzten Drittels (53.). Die Griffins zwangen die Gäste der Uni immer weiter in die Defensive. Wenig später war abermals der glänzend aufgelegte Debütant #77 Nico Zapletal zur Stelle. Nach offensivem Puckgewinn durch #98 Andreas Aichner und #6 Dominik Lenz lief der Puck abermals auf #11 Maximilian Hauner, der den besser postierten Verteidigungspartner bedient. #77 Nico Zapletal holt zum wuchtigen Schlagschuss aus und hämmert den Puck ins lange Eck der Gäste (55.). Bereits der zweite Treffer für den sichtlich gelösten Verteidiger der Griffins. Die Griffins nunmehr mit 4:2 in Front. Kurz darauf abermals Strafzeit für die Gäste. Der sehr engagierte, aber teilweise zumindest übermotivierte V. Innanen der Uni München musste nach einem unnötigen Bandencheck gegen Griffins Torjäger #69 Felix Fleissner für 2 Minuten wg. Behinderung vom Eis. Glück für den jungen Stürmer der Uni, denn nur Sekunden vorher blieb er für einen weiteren Bandencheck gegen Verteidiger #16 Michael Jaser noch ohne Strafe (58.). Im anschließenden Powerplay bissen sich die Hausherren im Drittel der Uni fest. Für den Gäste Goalie hagelte es in dieser Phase gefährliche Torschüsse. In dieser Phase konnten die Griffins ebenfalls gegen das ansonsten starke Bullyspiel der Uni überzeugen. In einer dieser Phasen ließ sich Doppeltorschütze #77 Nico Zapletal von Uni Verteidiger C. Bendig-Daniels provozieren und geriet in einen kurzen Debattierkreis. Referee P. Fröse gab beiden Spielern 2 Minuten Bedenkzeit für ihre Argumente – übertrieben Härte (60.). Aus dem kurzen 4 vs. 3 Überzahlspiel konnten die Griffins indes kein Kapital schlagen. Im Fortlauf der Partie entwickelten die Griffins immer mehr Dominanz. Nicht zuletzt aufgrund der inzwischen schwinden Kräfte bei den zahlenmäßig unterlegenen Studis. Die nächste aussichtsreiche Gelegenheit bot sich für Stürmer #9 Fabian Uhlig, der nach guten Zuspiel mit mächtig Tempo vors Gäste Tor zog, doch seinen Abschluss letztlich nicht im Tor unterbringen konnte (63.). Auf der anderen Seite kam der Antreiber der Uni, T. Tymko nach einem starken Solo zum Abschluss. Sein Schuss konnte zwar Goalie #71 Christoph Burzelener passieren, jedoch traf er nur das Torgestänge, von wo der Puck jenseits des Fangnetzes für immer in die Ottobrunner Peripherie verschwand (65.). Für das nächste Highlight sorgten dann wieder die Griffins. Nach schnellem Aufbau der Griffins spielte Verteidiger #16 Michael Jaser zunächst Stürmer #19 David Coldwell an der Bande frei. Der nutzte Zeit und Platz für den perfekten Pass. Mit erstklassigem Auge servierte #19 David Coldwell zunächst für #69 Felix Fleissner, dessen Versuch der Gäste-Goalie gerade noch mit den Schienen parieren konnte. Der im Rückraum nachgerückte #12 Julian Jaser hat dann jedoch wenig Mühe den Rebound ins leere Tor zu befördern (66.). Eine sehr starke Spielsequenz der München Griffins. Unter Berücksichtigung der schwindenden Kräfte der Gäste war die Partie nunmehr entschieden. Verteidiger #77 Nico Zapletal verfehlte mit seinem Schlagschuss nach Zuspiel von #61 Andreas Köster nur knapp den Hattrick (69.). Wenig später sah die Sache indes schon ganz anders aus. Nach gutem Zuspiel von #98 Andreas Aichner kam abermals #77 Nico Zapletal in eine gute Schussposition. Nicht zuletzt aufgrund der lautstarken Anweisungen seiner Mitspieler fasste sich der dynamische Debütant ein Herz und feuerte erneut einen wuchtigen Schlagschuss aufs Gästetor. Nachdem der Forechecker der Gäste im letzten Moment Angst vor der eigenen Courage bekam und dem Puck lieber auswich, blieb auch dem Goalie der Uni keinerlei Abwehrchance. #77 Nico Zapletal’s Schlagschuss flog unhaltbar ins obere Toreck (72.). Damit krönte der stark aufspielende Verteidiger der Griffins sein lang herbeigesehntes Debüt mit einem Hattrick! Nur wenige Sekunden später sorgte Comebacker #19 David Coldwell für den Schlusspunkt. Abermals nach Zuspiel von Torjäger #69 Felix Fleissner tauchte #19 David Coldwell vorm Tor der Gäste auf. Aus kurzer Distanz düpiert er den Keeper der Uni und hebt den Puck aus kurzer Distanz lässig unter die Latte zum 7:2 Endstand (74.). Nur wenig später beendet der souveräne Referee P. Fröse die Partie.

In einer temporeichen und intensiven Partie setzen sich die München Griffins zum Schluss hin deutlich mit 7:2 gegen die Uni München durch. Die Gäste der Uni mussten in letzter Konsequenz der nominellen Unterlegenheit und aufopferungsvollen Spielweise Tribut zollen. Beide Teams verlangten sich in diesem offenen Schlagabtausch alles ab. Was letztlich zählt ist, dass die Entscheidung auf sportlichem Weg getroffen werden konnte und nicht am viel zitierten „grünen Tisch“. Die Uni trifft bereits am Sonntag im MEL-Ligapokal auf Weststorm Germering, das nächste Ligaspiel bestreiten die Studis gegen die Weiher Bulls Wasentegernbach Ende Januar. Für die Griffins geht es am Sonntag, ebenfalls im MEL-Ligapokal, gegen die Munich IcePanther. Am kommenden Donnerstag folgt dann das nächste Ligaspiel gegen den letztjährigen Finalisten EFM 1984.

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