Griffins werden Favoritenrolle gerecht – 1:11 Auswärtssieg im MEL-Ligapokal

Am vergangenen Wochenende starteten die München Griffins in den MEL-Ligapokal 2022. Als Gegner bekam man die Munich IcePanthers aus der MEL2 zugelost. Auf schlechten Eisverhältnissen taten sich die Griffins zunächst noch schwer. Nach einem sehr starken zweiten Drittel konnte man am Ende einen deutlichen Sieg einfahren und der Favoritenrolle gerecht werden. Zu Spielende stand ein 1:11 zu Gunsten des MEL1 Vertreters auf der Anzeigetafel. Während die ersatzgeschwächten IcePanthers mit 10+1 anreisten, konnten die Griffins 13 Feldspieler vor Goalie #33 Peter Anders aufs Eis schicken.

Im Vorfeld der Partie waren die Aussichten wetterbedingt nicht gerade rosig. Nach mehrstündigem Regen- und Schneefall drohte die Partie kurzfristig auszufallen. Die nostalgische Atmosphäre des Eis- und Funsportzentrum München-Ost drohte einmal mehr zum Problem zu werden. Glücklicherweise hörte der gröbste Schneeregen einige Minuten vor dem Spiel weitestgehend auf, sodass man die Partie doch noch irgendwie starten konnte. Ungeachtet der schlechten Bedingungen war für die Griffins die Marschroute klar – Ziel Halbfinale. Entsprechend engagiert startete man in die Partie, sodass sich die erste Torchance für #6 Dominik Lenz und #98 Andreas Aichner bereits nachdem Eröffnungsbully ergab (1.). Der junge Keeper B. Braun im Tor der IcePanther ließ sich jedoch nicht so schnell überrumpeln. Ähnlich entwickelten sich die nächsten Minuten der Anfangsphase. Die Griffins zwangen die Panthers in die Defensive, welche wiederrum bemüht waren für Entlastung zu sorgen. Stürmer #18 Kai Bansemir, bedient #19 David Coldwell, dessen Schuss noch die nötige Präzision vermissen lässt (4.). Wenig später die erste gute Offensivaktion der Panther, doch auch #33 Peter Anders im Tor der Griffins lässt sich nicht überwinden (6.). In einer weiteren Druckphase der Griffins hielt Verteidiger #12 Julian Jaser den Puck zunächst stark im Drittel der Panthers. Anschließend zog er mit viel Tempo zunächst tief hinter die Grundlinie, dann hinters Tor und versenkte den Puck schließlich sehenswert mittels dem berüchtigten „Bauerntrick“ am langen Eck vorbei an Goalie B. Braun im Tor der Panthers. Die starke Einzelaktion des Griffins-Verteidigers bringt sein Team 0:1 in Front (10.). Mit der Führung im Rücken versuchten die Griffins nachzusetzen. Nach starker Defensivarbeit von Verteidiger #16 Michael Jaser setzt Stürmer #19 David Coldwell zum Sturmlauf an. Unmittelbar nach der gegnerischen Blauen Linie zieht er wuchtig mittels Schlagschuss ab. Die Fackel des Außenstürmers findet jedoch nicht den Weg ins Tor, sondern zum Unglück von Panthers Verteidigerin K. Morawetz deren Knöchel. Nach kurzer Behandlungspause ging es für sie aber zumindest noch eine Zeit lang weiter, wenn auch unter Schmerzen (13.). Unter dem langsam wieder einsetzenden leichten Schneefell litt auch der Spielfluss beider Mannschaften. Zwar betrieben beide Teams weiter großen Aufwand, doch die letzte Präzision bei Pässen, Abschlüssen und teilweise auch in der Scheibenführung blieb aufgrund der Eisbedingungen ein wenig auf der Strecke. Zum Ende des ersten Abschnitts musste Center #18 Kai Bansemir aufgrund eines Beinstellens eine 2-Minutenstrafe absitzen (22.). Die Torschüsse der Panthers unmittelbar nach dem Bully wusste Keeper #33 Peter Anders souverän zu parieren (23.). Nach der Klärung aus der Gefahrenzone gelang es die Unterzahlspezialisten der Griffins den Gegner zeitweise in der eigenen Hälfte festzusetzen, bzw. den Spielaufbau so entscheidend zu stören, dass keine weiteren brenzligen Situationen entstanden. Unmittelbar nach Ablauf der überstandenen Strafe ging es für die Teams in die erste Drittelpause (25.).

Nach einem überzeugenden Auftritt im ersten Abschnitt, war das Spiel dennoch mit dem Stand von 0:1 weiter vollkommen offen. Taktische Feinjustierungen sollten im zweiten Drittel den Unterschied machen. Knappe 2 Minuten später sollten die Bemühungen bereits erste Früchte tragen. Der Puck läuft über Torjäger #69 Felix Fleissner zu Center #19 Kai Bansemir, der bedient #19 David Coldwell, welcher sehenswert zum 0:2 abschließt (27.). Für die Griffins ein Traumstart ins zweite Drittel. Ebenfalls nur knappe zwei Minuten später gab es erneut Grund zum Jubel für den MEL1 Vertreter. Nach einem wuchtigen Schuss von #77 Nico Zapletal war #79 Ferdinand Lindmayer aus kurzer Distanz zur Stelle und brachte den Rebound über die Linie. Goalie B. Braun im Tor der Panthers blieb keine Abwehrchance (29.). Doch weder für Keeper B. Braun, noch für die Panthers gab es eine Verschnaufpause. Die Offensivmaschine der Griffins lief auf allen Zylindern. Nach starkem Einsatz und Lauf von Stürmer #9 Fabian Uhlig hat der unmittelbar vor dem Tor der Panthers selbst die Möglichkeit zu schießen, legt aber mit viel Übersicht ab auf Sturmpartner #98 Andreas Aichner. Dieser lässt sich das Präsent des Mitspielers nicht entgehen und vollendet aus kurzer Distanz zum 0:4 (31.). Weiter ging es im zweiten Drittel Schlag auf Schlag. Nach Puckeroberung von #83 Daniel Bickert hinter dem Tor der Panthers behält der Stürmer die nötige Ruhe und beweist erstklassige Übersicht. Sein Passt bedient den aufgerückten Verteidiger #12 Julian Jaser mustergültig im Slot, der den Puck unhaltbar im oberen Torwinkel versenkt – nunmehr bereits 0:5 und der zweite Treffer für den agilen Verteidiger (33.). Und die Lawine rollte weiter. Nach überragendem Zuspiel von Verteidiger #24 Ben Achcenich ist abermals Stürmer #98 Andreas Aichner zur Stelle. Das 0:6 zu Gunsten der Griffins (35.). Ganz bittere Pille für das Team der MEL2. Nachdem man mit viel Aufwand und starken Paraden von B. Braun das Spiel im ersten Drittel offen gestalten konnte, kam man nun zu Beginn des zweiten Drittels gerade ordentlich unter die Räder. Die Griffins wussten die zwischenzeitlichen Schwierigkeiten im Defensivspiel des Gegners bestens auszunutzen und schraubten den Spielstand binnen weniger Minuten deutlich in die Höhe. Sichtlich bedient nahm die Anzahl der Entlastungsangriffe im zweiten Abschnitt etwas ab. Nichtsdestotrotz musste Verteidiger #16 Michael Jaser in höchster Not vor Goalie #33 Peter Anders klären (39.). Der nächste Versuch der IcePanthers war dafür von Erfolg gekrönt. Nach Puckverlust im Mitteldrittel spielten die Panthers den Puck schnell nach vorne. Panthers Stürmer P. Müller zieht von der rechten Seite aufs lange Eck. Den Schuss kann Goalie #33 Peter Anders weit klären, jedoch landet der Rebound direkt am Schläger von F. Kestler der IcePanthers. Dieser lässt sich nicht lange bitten und trifft direkt ins lange Eck zum 1:6 (42.). Den Schlusspunkt im zweiten Abschnitt lieferten jedoch abermals die München Griffins. Erneut durch Zuspiel von Verteidiger #24 Ben Achcenich ist es der in diesem Spiel im Sturm aufgestellte #77 Nico Zapletal. Aus der Distanz versenkt er mittels Blattschuss einen perfekten Schlagschuss unter die Fanghand von Panthers Goalie B. Braun (46.).

Ein bärenstarkes zweites Drittel bringt die Griffins komfortabel mit 1:7 in Führung und quasi mit einem Bein ins Halbfinale. Zu Beginn des Schlussabschnitts erhielten die IcePanthers ihre erste Strafe im Spiel. Verteidiger J. Gray erhielt die 2-Minutenstrafe wegen Behinderung (55.) und läutete damit den ersten Auftritt für die Überzahlformation der Griffins ein. Auf weiterhin schwer zu bespielendem Eis ließ die Präzision im Torabschluss der Griffins ein wenig zu wünschen übrig. Die besten Torchancen in dieser Phase verbuchte der hochengagierte Verteidiger #11 Maximilian Hauner, dessen Torschüsse Goalie B. Braun jedoch parieren konnte (56./57.). Zum Ende des Überzahlspiels konnte man schließlich doch noch zuschlagen. Stürmer #69 Felix Fleißner bedient #18 Kai Bansemir, der aus kürzerer Distanz abschließt und trifft. Das Überzahltor markiert den 1:8 Zwischenstand (57.). Doch auch mit diesem Treffer schien der Torhunger der heute glänzend aufgelegten Griffins Offensive noch nicht gestillt. Abermals weiß Verteidiger #12 Julian Jaser zu überzeugen und bedient Center #6 Dominik Lenz. Letzterer mit einem starken Torschuss und dem 1:9 Zwischenstand (60.). Ungeachtet des eindeutigen Spielstands wusste Goalie B. Braun der IcePanthers durchaus zu überzeugen, was besonders in der folgenden Szene deutlich wurde. Nach einem Bilderbuchkonter der Griffins liefen die Außenstürmer #98 Andreas Aichner und #9 Fabian Uhlig mit Center #6 Dominik Lenz im 3vs0 aufs Tor der IcePanthers. Der zuvorderst mit Puck postierte Center verlädt den Goalie zunächst mustergültig, doch den etwas zu lässigen Abschluss bringt er nicht im Tor unter. Keeper B. Braun hechtete sich quer durch den eigenen Torraum und konnte den Puck mit dem Schläger abwehren, hat dabei jedoch ein klein wenig Glück, dass der Referee ihm den fliegenden Stock nicht zum Verhängnis macht. Ungeachtet dessen eine Filmreife Parade (65.). Besser machte es kurze Zeit später #19 David Coldwell. Nach tollem Zuspiel von #77 Nico Zapletal schloss der Stürmer mittels perfektem Onetimer zum 1:10 Zwischenstand ab (70.). Kurz vor Ende der Partie bekamen die IcePanthers durch ein Überzahlspiel nochmal die Möglichkeit für ein wenig Ergebniskosmetik. In einer etwas undurchsichtigen Szene erhielt Stürmer #69 Felix Fleissner eine 2-Minutenstrafe wg. Hakens (73.). Kapital konnte der inzwischen sichtlich bediente und auf 9 Feldspieler dezimierte MEL2-Vertreter aber nicht schlagen. Stattdessen waren es abermals die München Griffins, die am Ergebnis schraubten. In Unterzahl spielt Stürmer #79 Ferdinand Lindmayer auf #12 Julian Jaser. Der Verteidiger der Griffins krönt seine bärenstarke Leistung mit dem Tor zum Hattrick und dem 1:11 Endstand (75.). Wenige Augenblicke später endet die Spielzeit und die Griffins stehen als erster Teilnehmer fürs Halbfinale des MEL-Ligapokals 2022 fest.

Nach leichten Startschwierigkeiten setzen sich die Griffins unter schwierigen Spielbedingungen durch und werden der Favoritenrolle gegen den MEL2 Vertreter gerecht. Zum Lohn gibt es für das Team das erste Ticket fürs Halbfinale. Der Sieg im Viertelfinale kam jedoch mit einem hohen Preisschild. Griffins Verteidiger #11 Maximilian Hauner verletzte sich während der Partie und wird der Mannschaft voraussichtlich einige Zeit fehlen. An dieser Stelle wünschen wir unserem Verteidiger schnelle und vollständige Genesung, dass du bald wieder mit auf dem Eis stehen kannst. Ebenfalls gehen Genesungswünsche an die Verteidigerin K. Morawetz der IcePanthers, welche das Spiel ebenfalls nicht ohne Blessur beenden konnte. Im Halbfinale treffen die Griffins auf die Uni München, welche sich einen Tag später mit 2:4 gegen Weststorm Germering durchsetzen konnte. In der Liga geht es bereits am 27.01.2022 weiter. Gegner werden dort die Eishockeyfreunde München sein. Spielbeginn im Münchner Ostpark ist auf 20Uhr angesetzt.

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