Niederlage in Germering – Griffins verlieren durch last minute Tor mit 3:2 gegen Weststorm

Nur einen Tag nach dem 6:4 Heimsieg gegen die EFM 1984, stand für die München Griffins bereits das nächste MEL1 Spiel auf der Tagesordnung. Am Sonntagabend ging es nach Germering gegen Weststorm zum vorletzten Saisonspiel. In einer durchweg ausgeglichenen und spannenden Partie hatten die Germeringer das glücklichere Ende auf Ihrer Seite und konnten wenige Augenblicke vor Schluss mit dem Lucky Punch einen 3:2 Sieg einfahren. Personell setzten die Gastgeber aus Germering auf einen starken Kader von 12 Feldspielern vor Goalie M. Pisula. Die Griffins mussten neben den bereits bekannten langfristigen Ausfällen zusätzlich noch auf Topscorer #98 Andreas Aichner verzichten, schickten ungeachtet dessen aber trotzdem einen schlagkräftigen Kader von 13 Feldspielern vor Goalie #33 Peter Anders aufs Eis.

In einem eher spärlich besetzten Germeringer Polariom trafen die München Griffins und Weststorm Germering zum ersten Mal in dieser Saison aufeinander. Auch das letzte Saisonspiel tragen die beiden Teams gegeneinander aus. Die Germeringer können sich mit 2 Siegen noch auf den zweiten Tabellenplatz vorarbeiten. Auf der anderen Seite können die Griffins in den letzten 2 Saisonspielen die Weiher Bulls Wasentegernbach noch vom ersten Tabellenplatz verdrängen. In einer munteren Anfangsphase kamen die Gastgeber aus Germering zunächst besser ins Spiel. Schon früh war erkennbar, dass das Spiel des Vortags bei den Griffins seine Spuren hinterlassen hatte. Gleichzeitig konnten die Germeringer ohne jeglichen Druck befreit aufspielen. Getragen von der guten Anfangsphase verbuchten die Hausherren die ersten beiden größeren Tormöglichkeiten, bei denen Goalie #33 Peter Anders im Tor der Griffins zweimal mit schnellen Reflexen glänzend parieren konnte (3./5.). Für die Griffins verbuchte Center #6 Dominik Lenz die erste dicke Gelegenheit, doch sein starker Schuss verfehlt das Tor knapp (6.). Kurz darauf versucht sich #19 David Coldwell nach Zuspiel von #18 Kai Bansemir. M. Pisula im Tor der Germeringer pariert stark (7.). Nach anfänglichen Problemen kamen nun auch die Griffins besser in die Partie. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Center #79 Ferdinand Lindmayer kam nach Zuspiel von #87 Lorenz Bastian, gepaart mit sehenswertem individuellem Einsatz, zu einem vielversprechen Abschluss. Abermals ist der Germeringer Keeper rechtzeitig zur Stelle (12.). Die erste Strafzeit des Spiels mussten die Münchner hinnehmen. Stürmer #19 David Coldwell wurde von den Referees nach einer Aktion im Angriffsdrittel für 2 Minuten wg. Hakens des Eises verwiesen (16.). Weststorm schaffte es schnell in die Überzahlformation und suchte durch sicheres Kombinationsspiel die Lücke in der Defensive der Griffins. Doch auch die Griffins wussten mit ihren Special Teams zu überzeugen. Im Liegen verhindert Verteidiger #77 Nico Zapletal den Querpass zum einschussbereiten Stürmer, sodass Verteidigungspartner #60 Swen Stuckart sicher klären kann (18.). Wo immer die Defensive der Griffins den Schuss nicht verhindern konnte war der glänzend aufgelegte #33 Peter Anders für sein Team zur Stelle und verhinderte den Rückstand. Nach überstandener Unterzahl konnten die Griffins den offensiven Druck aufs Germeringer Tor erhöhen. Nach starkem Forecheck kommt Stürmer #44 Ludwig Eichinger an den Puck und bedingt den vor dem Tor postierten #6 Dominik Lenz. Der Center nutzt den wenigen zur Verfügung stehenden Platz mustergültig aus und drückt den Puck im kurzen Eck an M. Pisula vorbei ins Tor. Die Münchner Gäste gehen mit 1:0 in Führung (20.). Kurz darauf müssen die Gastgeber dem Offensivdruck der Griffins geschuldet die erste Strafe nehmen. Weststorm Stürmer P. Kurbis muss 2 Minuten wg. Stockschlags zusehen (23.). Durch starkes Bullyspiel setzen sich die Gäste im Angriffsdrittel fest. Verteidiger #24 Ben Achcenich versucht sich mit mehreren Torschüssen aus aussichtsreicher Position. Doch auch die Weststorm Defensive ist auf dem Posten und kann die Abpralle in großer Not klären (24.). Wenig später ist es Stürmer #19 David Coldwell, der nach Zuspiel von #18 Kai Bansemir per Onetimer abzieht. Erneut holt der gut aufgelegte Weststorm Keeper für seine Mannschaft die Kohlen aus dem Feuer (25.). Trotz bester Chancen schaffen es die Griffins nicht den Puck im Tor unterzubringen. Nach Ablauf der Strafzeit schicken die beiden Unparteiischen die Mannschaften in die erste Drittelpause.

In einem absolut ausgeglichenen Anfangsdrittel können die Griffins die knappe 1:0 Führung in die Pause nehmen. Gleichwohl hätte man sich nicht beklagen dürfen wenn es die Germeringer gewesen wären, die mit einer Führung in die Pause gegangen wären. Zu Beginn des zweiten Abschnitts versuchten die Griffins die Führung weiter auszubauen. Verteidiger #12 Julian Jaser schaltet sich in die Offensive ein, sein Torversuch kann allerdings abermals vom Goalie entschärft werden (26.). Kurz darauf nutzt Weststorm eine taktische Undiszipliniertheit der Griffins gnadenlos aus. Nachdem die Münchner zunächst zu weit aufgerückt waren, konnten die Hausherren schnell Kontern. Verteidiger D. Warkentin spielt weit auf T. Hohlbeck. Nachdem der Stürmer nicht ausreichend gestört wird bringt er den Puck durch die neutrale Zone ins Angriffsdrittel, wo er letztlich zum Schuss kommt. Zwar kommt Goalie #33 Peter Anders noch an den Puck, doch kann er den schlecht sichtbaren verdeckten Schuss nicht vollends parieren. Früh im zweiten Drittel gleichen die Germeringer auf 1:1 aus (29.). Nach dem ärgerlichen Rückstand bemühten sich die Münchner wieder um die Flucht nach vorne. Nach tollem Querpass von #6 Dominik Lenz kommt #44 Ludwig Eichinger aus bester Schussposition zum Abschluss, sein Versuch wird allerdings im letzten Moment abgeblockt (33.). Auf der Gegenseite blieben auch die Germeringer weiter brandgefährlich. Vor allem der mit Ausnahmegenehmigung spielberechtigte L. Gerdes trieb das Offensivspiel von Weststorm immer wieder an und sorgte für gehörigen Betrieb in der Offensive. Goalie #33 Peter Anders hatte gleichwohl alle Hände voll zu tun. Die nächste Großchance verbuchte wieder #79 Ferdinand Lindmayer nach Zuspiel von #22 Tobias Voß, leider abermals ohne Erfolg (33.). In einer starken offensiven Druckphase der Griffins bringt zunächst Stürmer #69 Felix Fleissner den Puck per Rebound nicht im Tor unter. Doch die Münchner erkämpfen sich das Spielgerät zurück und bedienen #77 Nico Zapletal an der blauen Linie. Der Verteidiger hält unvermindert aufs Tor und trifft Goalie M. Pisula an der Schulter. Der Puck prallt von dort nach oben und fliegt hinter dem Keeper, unberührt vom vielen Verkehr vor dem Germeringer Tor, ins Netz. Die beiden Referees entscheiden sofort auf Tor und 2:1 Führung zu Gunsten der Griffins (38.). Mit dem Treffer verschafften sich die Münchner nun wieder etwas mehr Luft. Unberührt vom neuerlichen Rückstand intensivierten die Germeringer den Offensivdrang. Goalie #33 Peter Anders hielt bewahrte sein Team gleich mehrmals mit starken Paraden vor dem Ausgleich. Nach einem defensiven Zweikampf wurde Verteidiger #12 Julian Jaser für 2 Minuten wg. Hakens des Eises verwiesen (43.). In der ersten Minute der Überzahl schafften es die Griffins Weststorm weitestgehend vom eigenen Tor fernzuhalten. Im Backcheck trifft #61 Andreas Köster seinen Germeringer Gegenspieler leicht mit dem Schläger an den Skates. Der Germeringer Stürmer nimmt das Geschenk dankend an und fällt schneller als der russische Rubel. Trotzdem eine vertretbare Entscheidung und 2 Minuten wg. Beinstellens (44.). Weststorm nunmehr mit einem überaus langem 5vs3 Überzahlspiel. Mit doppelter Überzahl und überaus viel Platz setzen sich die Germeringer im Angriffsdrittel fest. Trotz mehreren gefährlichen Abschlüssen schaffen es die Griffins mit riesigem Aufwand einen Gegentreffer zu verhindern. Im langen Unterzahlspiel haben die Münchner eine der besten Phasen im gesamten Spiel. Wenige Minuten nach Ablauf der letzten Strafe geht es für beide Mannschaften in die zweite Drittelpause.

Nach einem für die Griffins durchwachsenen zweiten Abschnitt steht trotzdem eine 2:1 Führung zu Buche. Ungeachtet dessen, was man sich vorgenommen hatte, erwischten die Germering erneut den besseren Start in den zweiten Abschnitt. Die Griffins erneut zu weit offensiv aufgerückt und ohne die erforderliche Konsequenz im Backcheck. Weststorm Stürmer L. Gerdes setzt sich offensiv stark durch, umkurvt den zum Blocken am Boden liegenden Verteidiger und passt quer vors leere Tor. Sturmpartner P. Kubis hat dann keine Mühe den Puck im Kasten unterzubringen. Der nicht unverdiente 2:2 Ausgleich (53.). Für die Griffins war der auserkorene Plan zum Schlussabschnitt bereits nach wenigen Minuten über den Haufen geworfen. Nun hieß es wieder eine Schippe draufzulegen. Kurz darauf eine Serie von Großchancen für die Münchner. Zunächst kommt #18 Kai Bansemir zweimal aus kurzer Distanz zum Anschluss (54.). Unmittelbar darauf erneut #19 David Coldwell und nochmals #69 Felix Fleissner per Rebound (55.). Goalie M. Pisula kann mit seinen stärksten Paraden des Spiels einen neuerlichen Rückstand verhindern. Abermals haben die Hausherren die besseren Karten. Nach einem Germeringer Konter geht Verteidiger #77 Nico Zapletal im Zweikampf zu robust zu Werke. Auch hier erweist sich der Germeringer als cleverer und nimmt das Geschenk danken an. Eine 2 Minutenstrafe für den Verteidiger der Griffins (56.). Das erneute Unterzahlspiel setzt die Defensive der Griffins weiter unter Druck. Inzwischen war auch dem letzten Zuschauer im Germeringer Polariom nicht entgangen, dass die Griffins nun auch gehörig mit den nachlassenden Kräften zu kämpfen hatten. Dennoch war auf die Unterzahlspezialisten der Griffins an diesem Abend bedingungslos Verlass. Auch diese Strafzeit wussten die Mannen um Goalie #33 Peter Anders zu entschärfen. Mit nunmehr noch weniger als einer Hand voll Minuten auf der Uhr blieben die München Griffins die gebotene Cleverness schuldig. Ähnlich wie bereits beim ersten Gegentor war man zu weit von den Gegenspielern entfernt, sodass Weststorm erneut schnell kontern konnte. D. Warkentin spielt abermals auf T. Hohlbeck. Wieder hat der Stürmer zu viel Zeit und Platz und kann ins Drittel der Griffins einfahren. In letzter Konsequenz wird er nicht entscheidend gestört und kann aus gefährlicher Position zum Abschluss kommen. In seinen Schuss legt der Stürmer sein komplettes Gewicht, was einen ordentlichen Abschluss hervorbringt. Mit der für den Stürmer nötigen Portion Glück prallt der Puck noch an den Pfosten und nicht zu halten für #33 Peter Anders ins Tor (61.). Nur wenige Minuten vor Spielende die Hausherren mit der ersten Führung des Abends. Nun hieß es für die Münchner nochmals alles nach vorne zu werfen, um doch noch irgendwie zum Ausgleich zu kommen. In einem Zweikampf im Angriffsdrittel wird eine 2 Minutenstrafe gegen #6 Dominik Lenz wg. hohen Stocks gepfiffen (62.). Keine Minute später erhält ebenfalls Weststorm Spieler A. Hordt eine kleine Strafe wg. Beinstellens (63.). Die Griffins haben Goalie #33 Peter Anders bereits zu Gunsten eines weiteren Stürmers vom Eis genommen. Nochmal Bully im Offensivdrittel. Nach Bullygewinn kommen die Griffins noch zum Abschluss, können den Puck aber nicht mehr im Kasten der Germeringer unterbringen. Mit dem ertönen der Schlusssirene hallt der verständlicher Weise große Jubel der Germeringer durch die Eishalle, während auf Seiten der Griffins der Frust nach einem gebrauchten Tag ebenso nachvollziehbar groß ist.

In einem spannenden und fairen Spiel behalten die frei aufspielenden Germeringer durch einen Lucky Punch unmittelbar vor Ende des Spiels die Oberhand. Das hohe Pensum der letzten Tage und Wochen birgt für die Griffins zudem eine große Hypothek. Dementsprechend schaffte man es nicht auf die Weiher Bulls Wasentegernbach aufzuschließen. Stattdessen holte Weststorm die Punkte. Die Entscheidung fällt damit definitiv erst im letzten Spiel der Saison. Beide Mannschaften treffen damit im Münchner Ostpark am 19.03. zum entscheidenden Spiel aufeinander.

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